Vortrag zum Thema Reflexintegration

Liebe Lerntherapeut*innen,

der Arbeitskreis und Qualitätszirkel „AKQZ Integrative Lerntherapie e.V.“ fördert den interdisziplinären Austausch und organisiert Intervisionstreffen, Fortbildungen und Vorträge, die für Integrative Lerntherapeut*innen relevant sind.

Wir laden Sie/dich herzlich zum kostenfreien Vortrag zum Thema Reflexintegration ein.

Zeit: Dienstag, 24.03.2020 von 9.00 – 10.30 Uhr

Ort: Institut für Pädagogik und Therapie, Kaiserstraße 7, 31311 Uetze (05173/690230)

Referentin: Gabriele Backhaus (RIT-Mastertrainerin)

Von 10.30 - 11.30 Uhr gibt es die Möglichkeit, sich kollegial auszutauschen.

RIT steht für
ReflexIntegrationsTraining und ist eine Möglichkeit, an der Ursache von Lern- und Verhaltensproblemen zu arbeiten.

Ein RIT-Training ist für Kinder mit folgenden Problemen geeignet:

- fehlendes flüssiges Lesen, Schreiben und Rechnen

- Unkonzentriertheit

- körperliche Unruhe

- schlechte Körperkoordination

- fein- und/oder grobmotorische Schwächen

Mögliche Ursache für diese Probleme können noch aktive frühkindliche Reflexe sein.

Frühkindliche Reflexe sind eine Gruppe von Reflexen, die für die Reifung des Kindes verantwortlich sind. Sie haben nach der heute gängigen Meinung während der Schwangerschaft die Aufgabe, die Bildung der Nervenverbindungen, die Entwicklung des Gleichgewichts sowie den Aufbau der Muskelspannung zu unterstützen. Sie fördern den Geburtsvorgang und nach der Geburt sind sie an der weiteren Entwicklung des Gleichgewichts, der Aufrichtung des Menschen und des Zusammenspiels der Sinne und der Bewegung beteiligt.

Durch die frühkindlichen Reflexe ausgelösten Muskelbewegungen werden die Muskeln des Säuglings und Kleinkindes „trainiert“ und gleichzeitig reift das Gehirn. Dem Kind stehen also immer mehr neuronale Funktionen zur Verfügung. Dieser bemerkenswerte Prozess bekommt die auslösenden Reize aus der Umwelt. Körperinterne Informationen versorgen das Gehirn, um den nächsten Entwicklungsschritt einprogrammieren zu können. Sie bilden somit die Grundlage der Weiterentwicklung vom „hilflosen“ Baby bis hin zum laufenden, sprechenden, denkenden und sich immer weiter entwickelnden Kind.

Jeder der frühkindlichen Reflexe hat ein Bewegungsmuster, einen Zeitpunkt der Entstehung und einen Zeitrahmen, in dem er gehemmt wird. Das bedeutet, dass sein automatischer Bewegungsablauf in den Hintergrund tritt, denn das Gehirn ist irgendwann so weit ausgereift, dass es dem Kind möglich ist, alle Bewegungen, also die Koordination der Muskulatur, selbst zu steuern. Wenn der Reflex aber nicht ausreichend gehemmt wurde, ist er noch restaktiv und "schießt" den bestmöglichen Bewegungen immer wieder dazwischen. Die allgemeine Entwicklung läuft zwar weiter, aber immer mit den frühkindlichen Reflexen als „Stolpersteine“ oder als Entwicklungshemmer.

Sind Reflexe in Resten noch aktiv, hat das oft Folgen in der Schule, im Verhalten und in der Gesundheit, denn sie verursachen Dauerstress im Alltag. Dieser Dauerstress wirkt sich negativ auf das Kind, die Familie und das gesamte Lebensumfeld des Kindes aus.

Das RIT – ReflexIntegrationsTraining ist ein entwicklungsförderndes Bewegungstraining.

Mit Reflexintegration im Einzeltraining kann in einem individuellen, klar strukturierten Bewegungstraining die noch fehlende Hemmung der Reflexe nachgeholt werden. Dieses hocheffiziente Bewegungsprogramm hilft innerhalb weniger Monate, Probleme in der Schule sowie auf Verhaltens-, Bewegungs- und Gesundheitsebene zu reduzieren oder gar aufzulösen.

Bitte melden Sie sich / meldet euch unter folgendem Link Vortrag zum Thema Reflexintegration bis zum 10.03.20 an.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Bonnet und Bianka Bauermeister

Geschäftsführender Vorstand AKQZ Integrative Lerntherapie e.V.


Arbeitskreis und Qualitätszirkel Lerntherapie in der Region und im Stadtbereich Hannover e.V.

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